Complet reagiert nicht auf lipo akku

Ich habe nun den dicken Akku von Eremit erhalten. Ich habe plus und minus gemessen und mit der complet Platine verglichen alles OK der Akku hat 3,4 Volt. Wenn ich den an der Platine einstecke leuchtet die LED auf der Platine nicht. Auch die lade LED leuchtet nicht. Schließe ich USB an leuchtet die Platinen LED dauerhaft (ohne Akku blinkt sie schnell) die lade LED leuchtet kurz auf. Über Drehknopf zeigt er Akku voll. Aber ohne USB Spannung läuft nichts. Muß ich noch etwas ändern oder brücken, find keinen Hinweis in den Anleitungen, auf lipo ist ja bestellt wurden.

Was soll mir das jetzt sagen? Den lötpunkt hast du ja gemacht für lipo

Um es auf den Punkt zu bringen: RTFM!
Und ich verlinke noch extra die passende Stelle, wo alles beschrieben ist. Aber nö, warum auch lesen?!

Und hier steht’s gleich nochmal: 3 · Die Complete-Platine - ESPuino-Handbuch.

Wo muss es denn noch stehen?

Wenn ich über den 2 poligen Schalter ausschalte wacht er im Akku Betrieb nicht mehr auf. Akku ist voll. Wenn ich im USB mit Akku aus schalte erwacht er auch wieder, nur nicht nur Akku Betrieb. Über den drechschlter ausschalten geht nicht weil ich deep sleep aus habe.

Kann ich mindestens mal in der LFP-Konfiguration nicht nachvollziehen. Habe nen Taster angeschlossen, 2min draufgedrückt und habe ihn losgelassen. Das ging einwandfrei.

Entweder ist U8 aktiv (LiPo) oder U9 (LFP). Jedoch ist die Abschaltspannung bei LiPo höher (muss sie sein). Schaltet sich der ESPuino ein, bricht die Spannung bisschen ein. Wenn dein Akku tatsächlich nur 3,4 V hat, dann ist er für LiPo-Verhältnisse einigermaßen entladen. Dann würde ich ihn mal weiter aufladen.

Nochmal kurz zur Verdeutlichung, wie das funktioniert und was der Problem ist: Der Schaltregler (dieser versorgt alles mit 3,3 V) wird eingangsseitig mit Spannung versorgt, sobald USB und/oder Akku dranhängen. Er hat jedoch einen enable-Eingang, der dafür sorgt, dass der Schaltegler nur dann arbeitet, wenn dort (am enable-Eingang) die Spannung hoch genug ist. Auf diesen Eingang (EN_BBC) wirkt auch die Schaltung, die man oben sieht.

Mit dem Einschleifen eines „Aus-Schalters“ legt man diesen Enable-Eingang auf GND, so dass der Schaltregler nicht arbeitet (der Laderegler aber schon). Öffnet man diesen Schalter nun, dann steigt die Spannung an EN_BBC und der Schaltregler fängt an zu arbeiten. Jedoch kommt es, auch wenn Kondensatoren zur Pufferung da sind, zu einem kurzen/kleinen Einbruch der Spannung. Ist der Akku nun einigermaßen leer, dann rutscht die Spannung (durch den Einbruch) kurzzeitig unter die knapp 3,1 V, was dazu führt, dass die Spannungsüberwachung auslöst (U8 oder U9). Das führt dazu, dass der Enable-Eingang unter seine Schwellspannung fällt und der Schaltregler seine Arbeit einstellt. In der Folge steigt die Spannung wieder, U8/U9 „machen wieder auf“ und das Spiel beginnt von vorne.

Um diesen Effekt insgesamt ein bisschen abzufangen, gibt es mit R36 und C42/C31 (siehe oben) ein RC-Glied, welches puffert, so dass nicht jeder „Furz“ zur Abschaltung führt. Aber wenn der Spannungseinbruch zu lange dauert, dann löst das aus.

Man kann das nur umgehen, indem man den Akku nicht zu tief entlädt, so dass man von der Schwellenspannung weiter weg ist. Ich darf im Schaltungsdesign mit der Schwellenspannung für das Spannungsmonitoring halt auch nicht zu tief runter gehen, da LiPos nicht unter 3 V entladen werden wollen. Bei LFP sind’s 2,5 V.

Ich werde mich bei Gelegenheit mal mit Claude unterhalten, ob man das ggf. auch anders lösen kann.

Vielen Dank für die Erläuterungen. Ich habe das alles nochmal durchgemessen und habe den neuen Akku von Eremit als Schuldigen gefunden, der zwar aufgeladen ist aber bei Last in der Spannung auf 1,4 Volt einbricht. Ich habe einen anderen Handy Akku genommen, damit funktioniert es.Ich vermute das die Schutzschaltung des Akku fehlerhaft ist.