State of Charge mit INA219 und Software?

Hallo zusammen,

nachdem ich mit vollem Elan letztes Jahr mit dem Bau eines ESPuino begonnen hatte, ist das Projekt erstmal im Kasten meiner unvollendeten Projekte gelandet. (Auch weil meine Nichte noch etwas zu jung war für so eine tolle Musikbox).

Jetzt möchte ich das Projekt wieder aufnemen. Ich habe ein mini4L und ein LiFePo4 Develboard.

Der Nerd in mir ist mit der Akkustandsanzeige durch die Spannungslevel noch nicht so ganz glücklich (sehr flache Kurve undso). Ich hatte damals nur gelesen, dass die Versuche mit dem MAX17055 wohl nicht so überzeugend waren.

Jetzt hab ich mich gefragt, ob man nicht ein Batteriemanagement bzw. State of Charge noch auf andere Weise pragmatisch etwas genauer machen könnte?

Meine Idee: Ein INA219 Spannungs- & Stromsensor zwischen Akku und Board setzen (weil ich beim Aufräumen welche gefunden habe) und diesen mittels I2C periodisch auszulesen und eine Art „State of Charge light“ per Software zu realisieren.

  • neben Spannung auch Stromverbrauch tracken
  • per Software auf 100% bzw 0% setzen wenn gewisse Schwellwerte über- bzw. unterschritten werden (Fixpunkte)
  • zB alle x Sekunden messen und ggf. protokollieren, vor Schlafen aktuellen Stand auf SD-Karte schreiben und nach Aufwachen lesen, während des Betriebs in Memory.
  • mittels Integration + Filterung der Daten den State of Charge daraus bestimmen

Hat da jemand schonmal drüber nachgedacht oder konkrete Erfahrungen mit einerm Software-SoC gesammelt?

Vor ner ganzen Weile (vielleicht 1j her) gab es hier mal einen Thread, bei dem eine Näherungskurve von SOC vs. Spannung erarbeitet wurde von einem User. Das ist so ein bisschen eingeschlafen, weil man so eine Kalibrationskurve quasi spezifisch für einen Akku machen muss. Aber ich denke so ganz grundsätzlich wäre das ein erster Ansatzpunkt, den SOC etwas besser darzustellen. Er hängt dann weiterhin an der Spannung, allerdings nicht mehr linear.

MAX17055 habe ich zwischenzeitlich ausgebaut, da es nicht mehr benutzt wurde.

Nachgedacht schon oft, aber letztlich gab’s und gibt’s immer genügend anderen Kram zu tun, so dass ich das nie angegangen will. Aber ihr könnt ihr ja gerne was entwickeln. Ist halt massiv Testaufwand. Für mich war’s einfacher, meiner Tochter zu sagen, dass sie ab und zu nachladen soll :rofl:.

Verständlich :smiley: . Meine Nichte lebt nur nicht in meinem Haushalt, also hab ich nach „Auslieferung“ wenig Einfluss.

Ich fang dann mal an, erstmal standalone. Ma gucken wie weit ich komme…
Erstmal Infrastruktur mit rumliegenden Bauteilen bauen um damit Entladekurven bei unterschiedlicher Last aufzunehmen.

Hier ist übrigens, was ich meinte: SoC Approximation aus Spannungswerten.