(Stand: Juli 2026, dev-Branch)
ESPuino bringt ein Webinterface mit, über das du so ziemlich alles konfigurieren und steuern kannst — vom Zuweisen der RFID-Karten über WLAN-Einstellungen bis hin zum Firmware-Update. Diese Doku führt einmal komplett durch alle Bereiche.
Allgemeines
Du erreichst das Webinterface im Browser über die IP-Adresse deines ESPuino oder — wenn mDNS aktiviert ist (Standard) — bequem über http://espuino.local (bzw. den Hostnamen, den du vergeben hast).
Wurde noch kein WLAN konfiguriert (oder ist keines in Reichweite), öffnet ESPuino einen eigenen Accesspoint (Standard-Name: ESPuino). Verbinde dich damit und du landest auf einer Einrichtungsseite (automatisch in der Sprache deines Browsers, sofern unterstützt), über die du dein WLAN hinterlegen kannst. Nach dem Speichern testet ESPuino die eingegebenen Zugangsdaten direkt im Hintergrund, während der Einrichtungs-Accesspoint noch offen bleibt — Erfolg oder eine konkrete Fehlerursache (falsches Passwort, Netzwerk nicht gefunden, vom Router abgelehnt, keine IP per DHCP erhalten …) siehst du direkt auf der Seite, ganz ohne Speichern-Neustart-Hoffen-Rätselraten. Name, Passwort und die Offen-Dauer des Accesspoints kannst du später im Tab WLAN anpassen.
Ein paar Dinge, die ĂĽberall im Interface gelten:
- Herz-Symbol oben rechts in der blauen Leiste: Das ist die Verbindungsanzeige. GrĂĽn (mit dezentem Pulsieren) = Verbindung zum ESPuino steht. Rot = Verbindung unterbrochen, es wird automatisch neu verbunden.
- Fragezeichen-Symbole neben den Eingabefeldern: Ein Klick darauf öffnet einen kurzen Hilfetext zum jeweiligen Feld. Wenn du also mal nicht weißt, was eine Einstellung tut — einfach aufs ? klicken.

- Über das Stapel-Symbol ganz oben rechts öffnet sich ein Menü mit: Sprachauswahl (Deutsch/Englisch/Französisch), Dunkelmodus, Information (Systeminfos wie Firmware-Stand, Speicher, Batterie), Log (das Konsolen-Log direkt im Browser), Neustart und Ausschalten.
- Gespeichert wird immer pro Bereich über den jeweiligen Button unten links — die Buttons sind so beschriftet, dass klar ist, was gespeichert wird (z. B. WLAN-Einstellungen speichern).
Tab: Steuerung
Hier steuerst du die Wiedergabe — quasi die Fernbedienung im Browser:
- Cover-Anzeige (sofern der Titel bzw. der Webstream eines mitliefert) und Infos zum aktuellen Titel.
- Die üblichen Transport-Buttons: erster Titel, vorheriger, Play/Pause, nächster, letzter.
- Lautstärke-Slider — wirkt sofort.
- Equalizer (Symbol neben der Lautstärke): öffnet ein Fenster mit drei Reglern für Bass, Mitten und Höhen.
- Fortschrittsbalken des laufenden Titels: Der ist klickbar! Ein Klick an eine beliebige Stelle springt direkt zu dieser Position im Titel.
- Modifikation ausführen: Damit kannst du jede Modifikation (z. B. Schlaftimer, Wiederholung, Tastensperre …) direkt auslösen, ohne dass du dafür eine RFID-Karte auflegen musst.
Tab: RFID
Das HerzstĂĽck: Hier verknĂĽpfst du RFID-Karten mit Inhalten. Der Tab besteht aus zwei Bereichen:
Dateien
Links siehst du den Dateibrowser der SD-Karte:
- Suchfeld zum Filtern.
- Upload von einzelnen Dateien oder ganzen Verzeichnissen (inkl. Unterverzeichnissen) direkt aus dem Browser — mit Fortschrittsanzeige und Zeitschätzung.
- Rechtsklick (bzw. langes Drücken am Handy) auf einen Eintrag öffnet ein Kontextmenü: neuen Ordner anlegen, abspielen, aktualisieren, umbenennen, löschen, herunterladen.
RFID-Zuweisung
Rechts weist du einer Karte einen Inhalt zu:
- RFID-Chip-Nummer: Wird automatisch ausgefüllt, wenn du eine Karte auflegst. Alternativ kannst du die 12-stellige Nummer von Hand eintragen — oder eine virtuelle Karte verwenden.
- Reiter Musik: Wähle im Dateibrowser eine Datei oder einen Ordner aus (der Pfad wird übernommen) und lege den Abspielmodus fest. Die Modi sind mit kleinen Symbolen versehen, damit man sie schneller auseinanderhält. Kleiner Komfort: Wählst du den Modus Webradio, wird das Pfad-Feld automatisch mit
http://vorbelegt; wechselst du zurück auf einen anderen Modus, kommt der zuletzt im Dateibrowser gewählte Pfad wieder. - Reiter Modifikation: Statt Musik kannst du der Karte auch eine Modifikation zuweisen (Schlaftimer, WLAN an/aus, Bluetooth, Tastensperre, virtuelle Karten u.v.m.).
- Zuweisung speichern — fertig.
Alle Abspielmodi im Detail (in der Reihenfolge, in der sie im Dropdown erscheinen):
| Modus | Bedeutung |
|---|---|
| Genau eine Datei, einmal abspielen. | |
| Eine Datei dauerhaft wiederholen. | |
| Greift sich einen zufälligen Titel aus dem gewählten Ordner, spielt ihn und schickt ESPuino anschließend in den Deep Sleep. Ideal als Einschlaf-Karte. | |
| Titel eines Ordners sortiert abspielen; die letzte Position wird gemerkt — beim nächsten Auflegen geht’s dort weiter. Der Klassiker für Hörspiele. | |
| Wie Hörbuch, aber inklusive aller Unterordner. Position wird ebenfalls gemerkt. | |
| Hörbuch-Modus, der nach dem letzten Titel wieder von vorne beginnt. | |
| Alle Dateien eines Ordners in sortierter Reihenfolge. Die Position wird nicht gemerkt (Unterschied zum Hörbuch). | |
| Wie oben, aber inklusive Unterordner — und ebenfalls ohne Positionsspeicherung (das unterscheidet ihn vom |
|
| Alle Dateien eines Ordners in zufälliger Reihenfolge. | |
| Zufällige Reihenfolge über den Ordner und alle seine Unterordner. | |
| Sortiert, wiederholt sich nach dem letzten Titel endlos. | |
| Zufällig, wiederholt sich endlos. | |
| Wählt einen zufälligen Unterordner und spielt dessen Titel sortiert. Praktisch, wenn eine Karte für „irgendein Hörspiel aus der Sammlung" stehen soll. | |
| Wie oben, nur laufen die Titel des ausgewählten Unterordners in zufälliger Reihenfolge. | |
Spielt eine Stream-URL statt einer Datei. Das Pfad-Feld wird beim Wechsel in diesen Modus automatisch mit http:// vorbelegt. |
|
Spielt die Einträge einer lokalen .m3u-Datei — die darf Dateien von der SD-Karte und Webstreams beliebig mischen. |
Modifikationskarten — alle Optionen
Statt Musik kannst du einer Karte (Reiter Modifikation bei der Zuweisung) eine Aktion zuordnen. Genau denselben Katalog findest du im Tab Steuerung unter Modifikation ausführen — dort löst du die Aktion direkt aus, ganz ohne Karte. Verfügbare Modifikationen:
Sperren & Schlafen
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Sperrt alle Taster und den Drehimpulsgeber (bis zur erneuten Auslösung). | |
| Sofort in den Deep Sleep. | |
| Schlaftimer; die LEDs werden dabei gedimmt. | |
| Deep Sleep, sobald der aktuelle Titel fertig ist. | |
| Deep Sleep, sobald die ganze Playlist durch ist. |
Wiederholung
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Stellt den laufenden Modus auf Endlosschleife fĂĽr die gesamte Playlist. | |
| Endlosschleife nur fĂĽr den aktuellen Titel. |
Lautstärke & Helligkeit
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Ändert die Lautstärke um eine Stufe. | |
| Ändert die aktuelle Neopixel-Helligkeit um eine Stufe. |
Licht, Funk & Dienste
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Reduziert die Neopixel-Helligkeit auf den Nachtmodus-Wert. | |
| Schaltet WLAN an bzw. aus. | |
| Schaltet das Atmolight (Ambient-Beleuchtung) an/aus. | |
| Startet den FTP-Server (bis zum nächsten Neustart). | |
| Wechselt in den Bluetooth-Sink-Modus (ESPuino als BT-Box) und zurĂĽck. Nur bei Firmware mit Bluetooth. | |
| Wechselt in den Bluetooth-Source-Modus (ESPuino sendet an Kopfhörer) und zurück. Nur bei Firmware mit Bluetooth. | |
| Rotiert Normal → BT-Lautsprecher → BT-Kopfhörer → Normal. Nur bei Firmware mit Bluetooth. |
Ansagen (Sprachausgabe)
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| ESPuino sagt seine aktuelle IP-Adresse an. | |
| ESPuino sagt die aktuelle Uhrzeit an. |
Wiedergabesteuerung als Karte
Diese Aktionen entsprechen den Transport-Tasten — nützlich, wenn du z. B. eine „Weiter"-Karte für kleine Kinder möchtest:
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Wiedergabe anhalten/fortsetzen. | |
| Ein Titel zurĂĽck/vor. | |
| Zum ersten bzw. letzten Titel der Playlist springen. | |
| Ordnerwechsel — nur in rekursiven Abspielmodi wirksam. | |
| » Springe vorwärts / « Springe rückwärts | Spult n Sekunden vor/zurück (Sprungweite über jumpOffset in settings.h). |
Virtuelle Karten & Sonstiges
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
| Löst eine der zehn virtuellen Karten aus (Chip-Nummern 900000000001–900000000010). | |
| Sonderfall: Weist du das einer Karte zu, wird deren bestehende Zuordnung gelöscht. |
Tab: WLAN
Drei Bereiche:
- WLAN-Einstellungen: Start mit bestem WLAN (bei mehreren konfigurierten WLANs oder Mesh wird das stärkste gewählt), der Hostname (unter dem ESPuino im Netz erscheint) sowie Name, Passwort und Timeout des Accesspoints, den ESPuino im Einrichtungsfall öffnet.
Timeout 0 bedeutet: Der Accesspoint schließt nie automatisch — das ist eine potenzielle Sicherheitslücke. - Netzwerke: Hier fügst du WLANs hinzu — es können mehrere gespeichert werden (praktisch, wenn der ESPuino z. B. mit zu den Großeltern fährt
). Optional kannst du pro Netzwerk eine statische IP-Konfiguration hinterlegen (Adresse, Gateway, Subnetz, DNS).
Nur nutzen, wenn du weißt, was du tust — sonst ist der ESPuino unter Umständen nicht mehr erreichbar. - Gespeicherte Netzwerke: Liste aller hinterlegten WLANs; das aktuell verbundene ist hervorgehoben. Über das Mülleimer-Symbol löschst du Einträge.
Tab: MQTT
(Der Tab erscheint nur, wenn die Firmware mit MQTT-UnterstĂĽtzung gebaut wurde.)
Hier konfigurierst du die Anbindung an deinen MQTT-Broker, z. B. für Home Assistant oder ioBroker: MQTT aktivieren, dazu ClientId, Basis-Topic (optional), Geräte-ID, Server, Benutzername/Passwort (optional) und Port. In der ClientId und der Geräte-ID kannst du den Platzhalter <MAC> verwenden — er wird automatisch durch die MAC-Adresse ersetzt (nützlich bei mehreren ESPuinos).
Unterhalb der Buttons siehst du eine Vorschau der vollständigen Topics, die sich aus deinen Eingaben ergeben — live aktualisiert beim Tippen.
Änderungen an den MQTT-Einstellungen erfordern einen Neustart. Das Interface bietet ihn nach dem Speichern direkt an.
Tab: FTP
(Nur sichtbar, wenn die Firmware mit FTP-UnterstĂĽtzung gebaut wurde.)
Benutzername und Passwort für den FTP-Zugang. Aus Speichergründen läuft der FTP-Server nicht permanent: Du startest ihn bei Bedarf über den Button FTP-Server starten (alternativ klassisch per Tastenkombination Pause + Next am Gerät). Nach dem nächsten Neustart ist er wieder aus.
Tipp: Für größere Datenmengen ist FTP schneller als der Web-Upload. Achte im FTP-Programm auf die Zeichenkodierung CP437, damit Umlaute korrekt ankommen.
Tab: Bluetooth
(Nur sichtbar, wenn die Firmware mit Bluetooth-UnterstĂĽtzung gebaut wurde.)
ESPuino kann Bluetooth in zwei Richtungen:
- Bluetooth-Kopfhörer (ESPuino sendet): Trage den Namen deines Kopfhörers ein — oder noch einfacher: Klicke Geräte suchen, warte den Scan ab und übernimm dein Gerät per Klick aus der Trefferliste. Optional gibt es ein Feld für den PIN-Code, falls dein Gerät einen verlangt. Danach Bluetooth-Kopfhörer-Modus starten.
- Bluetooth-Lautsprecher (ESPuino empfängt): ESPuino wird zur Bluetooth-Box, auf die du z. B. vom Handy streamen kannst.
Der Wechsel in einen Bluetooth-Modus (und zurück) startet den ESPuino neu. WLAN und Bluetooth können inzwischen parallel laufen — das ist aber noch nicht gut getestet und beide Funkstacks gleichzeitig aktiv zu haben belastet den ohnehin knappen Speicher des ESP32 spürbar, im Zweifel also mit Bedacht einsetzen. Im Bluetooth-Modus zeigt der Tab einen Button, um zurück in den Normal-Modus zu wechseln; alternativ geht das auch mit einer unbekannten RFID-Karte.
Tab: Allgemein
Die allgemeinen Einstellungen sind in fĂĽnf Unterkladden aufgeteilt. Jede Unterkladde hat ihre eigenen Speichern/Reset-Buttons.
Wiedergabe
- Lautstärke: Startlautstärke nach dem Einschalten sowie Maximal-Lautstärke getrennt für Lautsprecher und Kopfhörer.
- Optionen — eine Sammlung von Verhaltens-Schaltern:
- Abspielposition beim Ausschalten bzw. bei Kartenwechsel merken (nur Hörbuch-Modus)
- Abspielposition automatisch alle n Sekunden merken (nur Hörbuch-Modus)
- Letzte Karte nach Neustart automatisch abspielen
- Pause, wenn die Karte entfernt wird (nur PN5180)
- Dieselbe Karte nicht erneut akzeptieren — optional mit Wechsel von Pause zu Play bei erneutem Auflegen
- Pause bei minimaler Lautstärke
- Letzte Lautstärke nach Neustart wiederherstellen
- Mono-Wiedergabe
- Lautstärkekurve (linear/logarithmisch)
- Wiedergabeliste: Sortiermodus (natĂĽrlich/alphabetisch, mit/ohne GroĂź-/Kleinschreibung) und die maximale Rekursionstiefe fĂĽr rekursive Playlists.
RFID-Reader
- PN5180 LPCD aktivieren: Aufwecken aus dem Deep Sleep durch Auflegen einer Karte (nur PN5180, Lötbrücken erforderlich). Ist als Reader-Typ ein MFRC522 gewählt, ist die Option automatisch ausgegraut.
- Reader-Typ: Auto-detect (Standard), MFRC522 (SPI), MFRC522 (I2C) oder PN5180 — der Reader wird also zur Laufzeit erkannt bzw. festgelegt, ohne die Firmware neu zu bauen.
- MFRC522 Gain: Empfindlichkeit des MFRC522 (0–7, Standard 7).
- PN5180 Debounce: Zeit in Millisekunden, die eine Karte ununterbrochen nicht erkannt sein muss, bevor sie als entfernt gilt. Hilft gegen fälschliche „Karte entfernt“-Ereignisse bei größerem Abstand zwischen Karte und Leser (Standard: 500 ms).
Änderungen in dieser Unterkladde greifen erst nach einem Neustart.
Drehencoder & Taster
Hier legst du fest, was die Bedienelemente deines ESPuino tun. Alles, was du hier einstellst, landet im internen Speicher (NVS) und überschreibt die in der Firmware hinterlegte Standardbelegung — du kannst die komplette Tastenbelegung also anpassen, ohne die Firmware neu zu bauen.
Drehimpulsgeber (Drehregler)
Der Drehregler steuert grundsätzlich die Lautstärke. Drehrichtung umkehren — anhaken, falls bei dir Rechtsdrehen leiser statt lauter macht.
Taste halten + drehen
Hältst du einen Taster gedrückt und drehst dabei am Drehregler, löst das — statt die Lautstärke zu ändern — die für diesen Taster und diese Richtung hinterlegte Aktion aus. Für jeden Taster gibt es dafür zwei Dropdowns (links drehen / rechts drehen), unabhängig voneinander belegbar; -- heißt „keine Aktion" (dann wird beim Halten dieser Taste ganz normal weiter die Lautstärke geändert). Lässt du die Taste los, ohne zu drehen, löst sie ganz normal ihre übliche Kurz-/Lang-Aktion aus — erst ein tatsächliches Drehen „verbraucht" den Tastendruck für die Geste.
Standardbelegung:
| Taster | Halten + links drehen | Halten + rechts drehen |
|---|---|---|
| Next (Btn0) | im Titel zurĂĽckspulen | im Titel vorspulen |
| Play/Pause (Btn2) | LED-Helligkeit verringern | LED-Helligkeit erhöhen |
Alle anderen Taster sind hier standardmäßig auf -- und damit frei für eigene Belegungen.
Die Dropdowns bieten größtenteils denselben Katalog wie die normalen Taster-Zuordnungen — mit einer Ausnahme, die nur hier zur Auswahl steht:
Positionsvorschau: Drehen bewegt zunächst nur eine Vorschau-Zielposition (der Fortschrittsring färbt sich gelb, eine LED wandert als blauer Cursor mit) — der eigentliche Sprung im Titel passiert erst, wenn du die Taste loslässt oder eine kurze Weile nicht mehr weiterdrehst. Praktisch, wenn man beim Suchen nach einer Stelle nicht gleich bei jedem Dreh-Klick hin- und herspringen möchte. Die Feineinstellungen dazu (wie lange gewartet wird und wie viele Rasterungen für einen vollen Schwenk von 0–100 % nötig sind) finden sich weiter unten unter Positionsvorschau-Einstellungen.
Im Unterschied dazu springt die einfache Vor-/Zurückspul-Aktion (siehe Standardbelegung oben) sofort bei jeder Rasterung — aktuell fest auf 10 Sekunden pro Rasterung, ohne eigene Einstellung im Webinterface.
Positionsvorschau-Einstellungen
Nur relevant, wenn du irgendeinem Taster die Aktion
Positionsvorschau zugewiesen hast:
- Verzögerung bis zur Übernahme [ms]: Wie lange der Drehregler stillstehen muss, bevor die vorgeschaute Position automatisch übernommen wird (0–3000 ms, Standard 2000). Loslassen der gehaltenen Taste übernimmt die Position immer sofort, unabhängig von dieser Verzögerung.
- Anzahl Rasterungen für 0 bis 100 %: Wie viele Dreh-Rasterungen nötig sind, um die Vorschau-Position einmal komplett von Anfang bis Ende des Titels zu bewegen (Standard 40). Kleinerer Wert = gröberes, schnelleres Springen; größerer Wert = feinere Kontrolle.
Taster-Zuordnungen
Eine Tabelle mit einer Zeile je Taster und je einer Spalte für kurzen und langen Druck. Für jede Zelle wählst du per Dropdown eine Aktion; -- bedeutet „keine Aktion". Es gibt sechs Taster-Plätze:
| Platz | Standard-Rolle |
|---|---|
| Btn0 | Next-Taste |
| Btn1 | Prev-Taste |
| Btn2 | Play/Pause-Taste |
| Btn3 | Taste des Drehimpulsgebers (Druck auf den Drehregler) |
| Btn4 | frei belegbar |
| Btn5 | frei belegbar |
Ob ein Platz bei dir physisch existiert, hängt von der Verdrahtung deines Boards ab (das legt die Hardware-Konfiguration der Firmware fest). Nicht vorhandene Taster lässt du einfach auf -- stehen — es schadet nicht, wenn eine Zeile leer bleibt.
Multi-Taster-Zuordnungen
Zusätzlich kannst du Aktionen auf gleichzeitig gedrückte Tasterpaare legen — alle 15 Kombinationen von 0+1 bis 4+5. Hier gibt es pro Paar nur eine Aktion (keine Unterscheidung kurz/lang). Praktisch für selten gebrauchte Funktionen wie Neustart oder FTP-Start, ohne dafür einen eigenen Taster zu „opfern".
Welche Aktionen stehen zur Auswahl?
Die Dropdowns bieten im Wesentlichen denselben Katalog wie die Modifikationskarten (siehe die Liste oben im Abschnitt „Modifikationskarten — alle Optionen" im RFID-Tab) — von Play/Pause und Titelnavigation über Schlaftimer, Nachtmodus, WLAN/Bluetooth/FTP bis zu den virtuellen Karten. Zusätzlich gibt es ein paar Aktionen, die es nur für Taster gibt und die als Karte keinen Sinn ergäben:
Initiale Lautstärke setzen
Batteriespannung anzeigen
Stop und
Neustart
Schlafen nach fĂĽnf Titeln
Taskauslastung anzeigen (Debug-Ausgabe auf der Konsole)
Umgekehrt fehlt in den Taster-Dropdowns die Karten-Sonderaktion „
Zuordnung löschen" — die ergibt nur beim Beschreiben einer Karte Sinn.
LED
- Neopixel (Helligkeit): Helligkeit nach dem Einschalten, im Nachtmodus und im Ambient-Light-Modus (Atmolight).
- LED-Einstellungen: Anzahl der Anzeige-LEDs und der Kontroll-LEDs (letztere mit frei wählbarer Farbe pro LED), Anzahl der Punkte im Leerlauf, Farbverlauf der Fortschrittsanzeige (Farbton Start/Ende), Farbton und Sättigung fürs Atmolight, dimmbare Zwischenstufen, Offset der Start-LED, Zentrierung der Pause-Anzeige und Umkehrung der Laufrichtung.
Eine geänderte LED-Anzahl übernimmt ESPuino per automatischem Neustart.
Energie
- Deep Sleep: Nach wie vielen Minuten Inaktivität sich ESPuino schlafen legt.
- Batterie (nur bei aktivierter Batteriemessung): Spannung fĂĽr die Warnung bei niedrigem Akku (Neopixel), die Spannungen, die 0 % und 100 % entsprechen, optional die kritische Abschaltspannung sowie das Messintervall.
Tab: Updates
Alles rund ums Firmware-Update, an einer Stelle:
- Firmware-Update (klassisch per Datei): Wähle eine
firmware.binaus und klicke Firmware hochladen. Fortschritt siehst du im Balken; danach startet ESPuino automatisch neu. - Firmware von GitHub laden: ESPuino kann sich fertige Firmware direkt aus dem ESPuino-Firmware-Repository holen — ganz ohne manuellen Download. Wähle den Branch (dev oder master) und klicke Nach Updates suchen. Du bekommst die letzten 10 Builds angezeigt, jeweils mit Datum und verlinkter Commit-ID (Maus über den Link zeigt die Commit-Beschreibung). Ein Klick auf Installieren, kurze Bestätigung, und die passende Firmware (Board-Variante und Sprache werden automatisch gewählt) wird geladen und geflasht — den Fortschritt zeigt nebenbei der LED-Ring.

(Der GitHub-Update-Bereich erscheint nur, wenn deine Firmware OTA-fähig ist und es sich nicht um einen Eigenbau mit abweichender Konfiguration handelt.)
Tab: Tools
Hier dreht sich alles um die gespeicherten RFID-Zuweisungen. Die liegen ĂĽbrigens nicht auf der SD-Karte, sondern im internen Speicher (NVS) des ESP32.
- Zuweisungen anzeigen: Öffnet ein (scrollbares) Fenster mit allen gespeicherten Zuweisungen. Einzelne Einträge kannst du direkt dort löschen — das Fenster bleibt dabei offen, bis du es selbst schließt.
- Zuweisungen exportieren: Lädt eine
backup.txtmit allen Zuweisungen herunter. Regelmäßig machen! Die Datei wird zusätzlich bei jeder neuen Zuweisung automatisch auf der SD-Karte aktualisiert. - Zuweisungen importieren: Spielt eine Backup-Datei wieder ein. Dabei werden nur neue Einträge ergänzt bzw. doppelte überschrieben — es wird nichts aktiv gelöscht.
- Alle Zuweisungen löschen
: Der rote Button entfernt sämtliche Zuweisungen aus dem NVS (mit Sicherheitsabfrage). Danach kennt dein ESPuino keine einzige Karte mehr. In Kombination mit dem Importer praktisch, um einen exakt definierten Stand herzustellen.
Tab: Hilfe
Verweise auf das Forum und auf die REST-API-Dokumentation (Swagger) — falls du ESPuino skripten oder in die Hausautomatisierung einbinden willst.
Fragen, Fehler gefunden oder etwas unklar? Immer her damit. ![]()












